Das Brautkleid im Wandel der Zeit

Woran erkennt man die Braut heute? Ganz einfach: Mitten unter festlich gekleideten Leuten steht eine im weißen Kleid und hebt sich dadurch von den anderen ab. Das war aber nicht immer so.

Bei den alten Griechen
Hier fiel die Braut durch einen üppigen Brautkranz auf. Da die Griechen zu feierlichen Anlässen Blumenkränze banden, trug die Braut natürlich den schönsten, dazu ein neues Kleid in allen möglichen Farben.

Bei den Römern
Da weiße Tuniken aus Leinen oder Wolle pflegeleicht waren, trugen die Menschen selten farbige Kleidung. Die Braut war an ihrem roten Hochzeitsschleier gut zu erkennen, der ihr Gesicht verbarg.

Im Mittelalter
Die Farbe rot war das Sinnbild für Blut und Leben. An ihrem schönsten Tag im Leben trug die Braut ein rotes Kleid, einen passenden roten Schleier im Haar und einen Blumenkranz.

Im Barock

Nach wie vor waren die Kleider rot, in denen die Braut sich zeigte. Als eine Hofdame heiratete, fragte sie König Ludwig XIV. um modischen Rat. Denn Rot stand ihr nicht. Der König riet zu Weiß und einige Hofdamen taten es ihr mit weißen Hochzeitskleidern nach.

Trennung zwischen Adel und dem restlichen Volk
Während adelige Frauen in den kommenden Jahren häufig zum weißen Hochzeitskleid griffen, heirateten die Freuen der so genannten niederen Stände weiterhin in farbiger, festlicher Kleidung. Um die Braut besonders hervorzuheben, trugen die Bräute in ländlichen Gegenden eine geschmückte Brautkrone. Da mit dem weißen Hochzeitskleid die Reinheit und Jungfräulichkeit symbolisiert wird, durfte im 19. Jahrhundert tatsächlich nur eine jungfräuliche Braut so vor den Altar treten.

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